Adelheid Mechsner - Kommunikationstrainerin
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Einführung IN DIE GELOTOLOGIE

Lachen hat in den letzten Jahrzehnten zunehmendes Interesse von  wissenschaftlicher Seite erfahren: In den sechziger Jahren kam es zur Begründung einer eigenen Forschungsdisziplin durch den Psychiater William Fry. Er nannte sie ,,Gelotologie“, zu deutsch: Lachforschung (griechisch ,gelos” = Gelächter). Zunächst belächelt, hat sie sich mittlerweile ernstes Ansehen erworben. Es kam zu einer Vielzahl von Studien, und einige von ihnen setzten sich mit dem Zusammenhang von Gesundheit und Lachen auseinander. Ein besonderer Impuls hierfür war die Krankheitsgeschichte des Journalisten Norman Cousins, der an Spondylarthritis ankylosans litt, einer chronischen Entzündung der Wirbelsäule, die äußerst schmerzhaft ist und als unheilbar gilt. Die Ärzte stuften seine Überlebenschance als sehr gering ein. Als er sah, dass ihm im Krankenhaus nicht mehr geholfen werden konnte, entschloss er sich zur Selbsttherapie. Er verließ das Krankenhaus, quartierte sich in ein Hotel ein und ließ sich systematisch zum Lachen bringen. Freunde und Bekannte mussten Witze erzählen oder lustige Geschichten vorlesen, im Fernseher lief Comedy. Cousins stellte fest, dass zehn Minuten intensives Lachen die Schmerzen für einige Zeit verschwinden ließ. Was er nur fühlte, wurde im Krankenhaus gemessen: Seine Blutwerte waren nach der Lachkur tatsächlich besser. Cousins hat sich gesund gelacht und ein Buch darüber geschrieben (Der Arzt in uns selbst).


Dass Lachen gesund ist, ist eine Volksweisheit, aber auch medizinische Erkenntnis. Und das gibt dem Treffen der organisierten Lacher wenn auch keinen ernsten, so doch zumindest einen ernsthaften Hintergrund. Gemeinsames Lachen ist also nicht albern sondern hilfreich.